Abstract: „Der Trend zu Microservices in komplexen Systemumgebungen ist die architektonische Antwort auf agile Softwareentwicklung und Continuous Delivery. Kleine Systeme, die unabhängig voneinander entwickelt und separat betrieben werden können – eine Architektur als Enabler für das Business. Den Vorteilen gegenüber stehen aber die klassischen Herausforderungen der Integration. Wie sehen Integrationstests aus, wie kann der übergreifende Betrieb sichergestellt werden und wie werden fachliche Abhängigkeiten behandelt? In diesem Vortrag werde ich anhand der neuen E-Commerce Plattform von OTTO aufzeigen, wie wir den Monolithen Otto.de in vertikale Systeme aufgeteilt und dadurch ein agiles Arbeitsumfeld ermöglicht haben. Besonders für die organisatorischen Konsequenzen werde ich Lösungsansätze mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen. Klassische Querschnittsaspekte wie Tracking, Performance und Security haben wir in die Architektur integriert und diese damit im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt.“

Die MicroXchg Konferenz am 12./13. Feb. 2015 in Berlin war die erste exklusive Konferenz zum Thema Microservices. In zwei parallelen Tracks gab es verschiedene Vorträge zum Thema Microservices – national und international, aus Anwender- und Beraterperspektive, von Microservice-Pionieren und Kritikern. Dieser Artikel fasst die wesentlichen Aussagen meines Vortrags zusammen und reflektiert die Reise der Otto.de Architektur von einem klassischen Monolithen zu einer verteilten Architektur mit Microservices.

Gibt es etwas zwischen Microservices und monolithischen Architekturen? Die Antwort lautet natürlich: JA. Aber warum?