von Diana Kruse

Wir Quality Specialists schauen nicht nur über den teameigenen Tellerrand, indem wir uns in bereichsweiten Formaten wie QS-OpenSpace, QS-Conventions und Fokusgruppen rund um das Thema Qualität austauschen. Wir strecken unsere Fühler auch konzernweit und über den Konzern hinaus aus.

In diesem Beitrag möchte ich kurz über die QConf sprechen, der jährlichen konzernweiten Konferenz für alle Software-Qualitäts-Interessierten der otto group.

Seit dem letzten Jahr haben sich die einzelnen IT-Bereiche stark weiterentwickelt. Konzernweit spiegelt sich in etwa das wider, was ich auch am Markt verfolge: Es gibt Bereiche, die noch am Anfang stehen, was agile Software(Qualitäts)Prozesse angeht. Andere, wie wir bei otto.de, leben und verändern diese schon seit einigen Jahren.

Die QConf in Zahlen

750
Feedbackzettel
70
aktive Teilnehmer
17
Stunden Softwarequalität
16
Speaker / Workshopleader
4
Sponsoren
4
Orgas
1
riesiger Raum
Jeder Bereich steht somit vor anderen Herausforderungen und doch macht uns ein Gedanke alle gleich:

„Wie können wir unterstützen, dass qualitativ hochwertige Software an unsere Kunde geliefert wird?“

Von Natalie Volk, Finn Lorbeer, Diana Kruse, und Torsten Mangner

Bei otto.de gibt es in jedem Cross-Functional-Team mindestens eine Testerin / Testmanagerin / QA / QSlerin… wie auch immer man die Rolle der Person bezeichnet, die Bewusstsein für Qualität schaffen soll.

Bisher dominierte die Bezeichung „Testmanagerin“ – ein sehr hölzerner, bürokratisch klingender Titel. Dieser sollte deutlich machen, dass die Rolle mehr tut, als nur Tests durchzuführen: Sie managed Tests! Mittlerweile ist auch das managen von Tests nur noch ein kleiner Teil des Mehrwerts, den wir im Team erbringen.

Ich finde es immer wieder interessant, wie kreativ einige Fragestellungen lösbar sind. Ein Beispiel dafür sind die Tests für die in den Shop integrierte Recommendation Engine eines externen Herstellers. Natürlich wollen wir nicht nur wissen, ob die Integration technisch gelungen ist, sondern auch, ob die Performance und die Fachlichkeit stimmt. Zu diesem Thema hat mir Matthias aus meinem Team eine interessante Story erzählt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Mein aktuelles Spezialgebiet sind Produktempfehlungen. Damit meine ich vor allem Empfehlungen wie „Kunden interessiert auch“ oder „Wird zusammengekauft mit“. Meistens muss ich dann eine von zwei Fragen beantworten: „Warum sehe ich diese Empfehlung?“ und „Warum sehe ich diese Empfehlung nicht?“. Bei redaktionell gepflegten Empfehlungen ist das noch vergleichsweise einfach nachzuvollziehen. Schwieriger ist das bei Empfehlungen, die auf dem Klick- und Kaufverhalten der Kunden basieren. Aber auch das ist möglich.